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Wer glaubt, bewegt (sich)

Emanuel Hunziker Emanuel Hunziker

Ich träume von der grossen Erweckung, während ich mit Chips und Bier auf dem Sofa chille und mir auf YouTube einen feurigen Prediger reinziehe.

Träumen ist wichtig. Erholung auch. Gute Predigten helfen. Doch was mache ich damit? Wie setze ich das um? Die beste Botschaft versandet, wenn der Hörer sie nicht mit Glauben verbindet und eine Entscheidung trifft. Was mir fehlt, ist ein Glaube, der mich bewegt.

Denn auch uns ist eine gute Botschaft verkündigt worden, wie auch jenen; aber das gehörte Wort nützte jenen nicht, weil es bei denen, die es hörten, sich nicht mit dem Glauben verband. Hebräer 4,2

Warum bewegt mich nichts?

Es gibt genügend ungesunde Antreiber wie "Sei Perfekt!", "Mach schnell!" oder "Streng dich an!". Jesus starb und auferstand, um uns von falschem Antrieb zu erlösen und uns mit neuem, gesundem Antrieb zu füllen:

Liebe, Freude, Friede, Ausdauer, Freundlichkeit, Güte, Vertrauen, Bescheidenheit, Selbstbeherrschung. Galater 5,22

Paulus nennt diesen neuen Antrieb die Frucht des Geistes. Ohne diese Frucht, die der Heilige Geist in mir hervorbringen will, ist das Christenleben ein Murks. Es verkommt zu einem passiven "Ich versuche möglichst Sünde zu vermeiden." Um ja nichts falsch zu machen, bewege ich mich am besten gar nicht mehr.

Wie der Körper ohne den Geist ein toter Körper ist, ist auch der Glaube ohne Taten ein toter Glaube. Jakobus 2,26

Ich kenne deine Taten. Man sagt von dir, dass du lebst, aber du bist tot! Offenbarung 3,1

Nach aussen lebendig, innerlich tot. Wenn mein Glaube mich nicht bewegt, ist es ein toter Glaube. Äusserlich mache ich weiter wie bisher. Innerlich ist das Feuer erloschen. Frust und Bitterkeit sind vorprogrammiert.

Wie also kommt mein Glaubensleben in Bewegung? Wie entsteht die Frucht des Geistes in mir ganz praktisch? Was muss ich tun?

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Schluss mit rumsitzen

Jesus brachte den am Zoll sitzenden Levi in Bewegung mit den Worten:

»Komm, folge mir nach!« Sofort stand Levi auf und ging mit ihm. Markus 2,14

Wenn Jesus spricht, wird Glauben aktiviert. Wenn Jesus ruft, entsteht ein Momentum der Gnade. Ein verhasster Zöllner verlässt seine gut bezahlte Stelle bei der römischen Besatzungsmacht und lässt sich von Jesus bewegen. Und doch ein Sechser im Lotto für Levi, denn er wusste: Nur die Besten der Besten der Besten durften ein Lehrling bei einem Rabbi werden.

Nehmen wir mal an, auch du wärst einer der wenigen Glücklichen, die bei einem Rabbi lernen dürfen. Ab diesem Zeitpunkt würde sich dein Leben um drei zentrale Ziele drehen:

  1. Mit deinem Rabbi zusammen sein. Du würdest dein Dorf und deine Heimat verlassen, um 24 Stunden 7 Tage die Woche deinem Rabbi zu folgen. Diese Art von Lehre war zutiefst beziehungsorientiert. Du würdest deinen Rabbi auf jeder Reise begleiten, würdest jede Mahlzeit mit ihm essen und jeden Sabbat mit ihm feiern. Jede freie Minute würdest du mit ihm verbringen.

  2. Wie dein Rabbi werden. Der Sinn und Zweck deiner Lehre und Ausbildung bei dem Rabbi war es, so zu werden wie dein Rabbi. Du würdest sein ganzes Leben imitieren, seine Gewohnheiten kopieren, seine Redewendungen selbst gebrauchen. Dein grösstes Ziel wäre es, so zu sein wie er.

  3. So handeln, wie dein Rabbi es tat. Das Ziel der Ausbildung bei einem Rabbi war, eines Tages selbst ein Rabbi zu werden. Und wenn du den langen Prozess der Ausbildung geschafft hattest und dein Rabbi das Gefühl hatte, dass du bereit warst, dann würde er sowas sagen wie: "Okay, es ist Zeit. Geh und mache selbst Menschen zu Jüngern."

Das bedeutete es damals, ein Jünger zu sein und heute bedeutet es nichts anderes. (John Mark Comer)

Jesus nachzufolgen ist nicht einfach eine Theologie oder Philosophie des Lebens. Es ist nicht einfach nur ein moralisches System oder eine Liste mit Dingen, die wir zu tun oder zu lassen haben. Es ist viel mehr das. Es ist ein Lebensstil basierend auf dem Leben von Jesus.

Von Jesus zu lernen bedeutet seinen Lebensweg zu praktizieren und durch diesen lebenslangen Weg transformiert zu werden.

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Jesus bewegt

Wie sieht es bei dir aus? Bist du bereit, dich von Jesus bewegen zu lassen? Bist du bereit Jesus zu folgen, sein Lehrling zu werden? Bei Jesus zu sein, wie Jesus zu werden und schliesslich so wie er zu handeln?

Sehnst du dich nach einem Leben mit Gott, nach der Verwandlung in eine Person, die von Gottes Liebe, Freude und Frieden durchdrungen ist?

Die gute Nachricht, das Evangelium des Reiches Gottes, lautet: Gott ist dir und mir in Jesus nahegekommen und er hat einen Weg geschaffen, wie wir bei ihm in die Ausbildung gehen können, um das wahre Leben zu finden.

In Jesus hat Gott unseren Tod auf sich genommen, um uns sein Leben zu schenken. Er hat unsere Verletzung getragen, damit wir seine Heilung annehmen können. Er hat seine Sterblichkeit auf sich genommen, damit wir seine Unsterblichkeit erlangen können.

Alles, was wir dafür tun müssen, ist auf seine Einladung mit einem Ja zu reagieren, um seine Jünger zu werden.

Jesus sagt: "Wer auch immer mein Jünger sein will, der muss sich selbst verleugnen und sein Kreuz auf sich nehmen und mir nachfolgen." Er sagt, wer auch immer... Du musst also nicht der Beste der Beste der Besten sein.

In dir kann totales Chaos herrschen oder tiefe Verletzung. Vielleicht bist du im Teufelskreis der Sucht gefangen oder du zweifelst und bist verunsichert, was du glauben sollst.

Mit anderen Worten, du darfst Mensch sein. Alle sind eingeladen bei Jesus zu lernen und sich von ihm bewegen zu lassen. Jesus möchte auch dich bewegen.


Wer glaubt, bewegt (sich)
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